Dinkelsorten

Dinkelprodukte werden gerne als Alternative bei Weizenunverträglichkeit genommen. Die Reinheit des Ausgangsproduktes ist für diese Verbraucher von entscheidender Bedeutung. Dabei muss sowohl bei der Auswahl des Getreides als auch bei der Produktion darauf geachtet werden, dass Weizen dem Produkt fern bleibt.

Drei Dinkelsorten sind von wirtschaftlicher Bedeutung und typisch „reine" Sorten:

  • Franckenkorn ist eine Rückkreuzung aus alten Sorten.
  • Oberkulmer Rotkorn ist eine Auslese einer alten Schweizer Landsorte.
  • Schwabenkorn ist eine Rückzüchtung der Universität Hohenheim auf die Sorte Roter Tiroler.

Zugelassene Dinkelsorten

Zurzeit sind in Deutschland nach dem Saatzuchtverkehrsgesetz lediglich fünf Dinkelsorten zugelassen.  Alle anderen Sorten oder Herkünfte dürfen nicht als Saatgut in Verkehr gebracht werden.

Liste der Dinkelsorten

  • Ostro: Eine Kreuzung mit Oberkulmer Rotkorn mit Steiners.
  • Roter Tiroler (originale Version): WA: sehr gering – 0. Züchter ist die Eidgenössische Forschungsanstalt Zürich-Reckenholz.
  • Oberkulmer Rotkorn:  (synonym: Oberkulmer): Auslese aus  Schweizer Landsorte  der Eidgenössischen Forschungsanstalt Zürich-Reckenholz, seit 1948 zugelassen, WA: sehr gering.
  • Franckenkorn: Rückkreuzung aus Altgold mit Rouquin und Altgold, derzeit die “reinste Dinkelsorte“, WA: sehr gering - 0.
  • Schwabenkorn: Rückzüchtung auf Roter Tiroler-Weizenanteil: gegen Null. Züchtung der Universität Hohenheim.
  • Bauländer Spelz: dient überwiegend der Grünkerngewinnung, geringer WA (Grünkern).
  • Rouquin: Zuchtsorte von Pflanzenzucht Oberlimpurg aus der Dinkellinie 24 mit Ardenne mit Altgold einem klassischem Schweizer Dinkel.  WA: ca. 1/8.
    Diese Sorte wird aufgrund der allergieauslösenden Eigenschatten seit diesem Jahr nicht mehr angebaut und durch Franckenkorn ersetzt.

WA= Weizenanteil

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